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MO.-FR. 09:00 - 18:00 / SA. 09:30 - 13:30

IHRAM GEBOTE UND VERBOTE

Kaaba Hadsch


  • Baden oder Duschen, ob aus Notwendigkeit oder nicht, solange keine parf√ľmierten Produkte verwendet werden
  • Sanftes Waschen von Kopf und K√∂rper, auch wenn die Haare ausfallen
  • Wechseln der Ihram-Kleidung (kann so oft wie n√∂tig erfolgen).
  • Verwendung eines Geldg√ľrtels/einer H√ľfttasche/einer Kordel, der/die dazu beitr√§gt, das untere Kleidungsst√ľck des Ihram ( ĺIzńĀr) weiter zu befestigen. (f√ľr M√§nner)
  • Verwendung einer Sicherheitsnadel, damit das Oberteil des Ihram (RidńĀ ĺ) nicht herunterf√§llt oder sich st√§ndig √∂ffnet. (f√ľr M√§nner)
  • Bedecken des K√∂rpers und der F√ľ√üe mit einer Decke w√§hrend des Schlafs, wobei das Gesicht und der Kopf frei bleiben sollen. (f√ľr M√§nner)
  • Verwendung eines Regenschirms oder eines anderen Gegenstands als Schattenspender, sofern dieser nicht auf dem Gesicht oder dem Kopf aufliegt.
  • Tragen eines Rucksacks
  • T√∂ten potenziell sch√§dlicher Tiere/Insekten wie Schlangen, Skorpione und Kakerlaken
  • Schlachtung von Tieren wie Rindern, Schafen, Gefl√ľgel usw. zur Ern√§hrung (die Jagd ist streng verboten)
  • Injektionen/Impfungen
  • Behandlungen, bei der dem K√∂rper Blut entzogen wird, wie z. B. Schr√∂pfen
  • Chirurgische Eingriffe wie das Ziehen von Z√§hnen
  • Tragen von Uhren, Schmuck, Identit√§tsarmb√§nder etc...
  • Tragen von H√∂rger√§ten, Brillen, Kontaktlinsen, Sonnenbrillen, Zahnspangen, falschen Z√§hnen
  • Tragen von Socken und Handschuhen (nur f√ľr Frauen!, nicht f√ľr M√§nner)
  • Verwendung eines Pflasters oder Verbandes f√ľr Schnitte und Verstauchungen
  • Verwendung eines Miswaks oder einer √ľblichen Zahnb√ľrste (die Verwendung von Zahnpasta ist umstritten, da sie einen starken Duft im Mund erzeugt)
  • Verzehr von duftenden Fr√ľchten wie √Ąpfeln und Orangen
  • Verzehr von S√ľ√üigkeiten mit Fruchtgeschmack und Schokolade
  • Verwendung von Tampons / Damenbinden. (f√ľr Frauen)
  • Stillen (f√ľr Frauen)

Diese Handlungen sind zwar unbeliebt, werden aber nicht geahndet:

  • Reiben des K√∂rpers, um Schmutz zu entfernen
  • Waschen des K√∂rpers mit parf√ľmfreier Seife
  • K√§mmen der Haare
  • Kratzen am K√∂rper, so dass die Haare ausfallen
  • Bewusstes Riechen eines Duftes
  • Riechen an duftenden Fr√ľchten wie √Ąpfeln und Orangen (obwohl man sie auch essen kann)
  • Tragen eines Verbandes an irgendeinem K√∂rperteil ohne triftigen Grund
  • Tragen von Kosmetika / Make-up
  • Reinigung der Nase mit einem Tuch
  • Essen von stark duftenden S√ľ√üigkeiten
  • Schlafen mit dem Gesicht flach auf dem Kissen
  • Rauchen

Verbotene Handlungen
Es gibt im Allgemeinen zwei Arten von verbotenen Handlungen, während man sich im Ihram-Zustand befindet.

Die erste ist das, was im t√§glichen Leben im Allgemeinen verboten ist und eine S√ľnde darstellen w√ľrde, z.B. anst√∂√üige Sprache, unz√ľchtiges Verhalten, K√§mpfe und Streitereien. Obwohl f√ľr ein solches Verhalten keine Strafe gezahlt werden muss, werden dadurch zweifellos einige der Belohnungen und Vorteile der Hadsch oder Umrah verringert.

Allah sagt im Koran:
‚ÄěDie (Zeit der) Pilgerfahrt (sind) bekannte Monate. Wer in ihnen die (Durchf√ľhrung der) Pilgerfahrt beschlossen hat, der darf keinen Beischlaf aus√ľben, keinen Frevel begehen und nicht Streit f√ľhren w√§hrend der Pilgerfahrt. Und was ihr an Gutem tut, Allah wei√ü es. Und versorgt euch mit Reisevorrat, doch der beste Vorrat ist die Gottesfurcht. Und f√ľrchtet Mich, o die ihr Verstand besitzt!‚Äú
(Surah al-Baqara: 197)

Die zweite Art von verbotenen Handlungen sind solche, die im Allgemeinen keine S√ľnde darstellen und au√üerhalb des IŠł•rńĀm-Zustandes erlaubt w√§ren, aber im IŠł•ram verboten sind.

Die Fidya/ Was ist die Fidya?
Die Fidya ist ein Mittel zum Ausgleich f√ľr eine vers√§umte Handlung oder einen Versto√ü gegen ein mit der Hadsch zusammenh√§ngendes Gebot. Sie sollte nicht als Strafe angesehen werden, sondern als ein Mittel zur Wiedergutmachung und zur Erneuerung der Verpflichtung gegen√ľber der Pilgerfahrt und der Sunna des Propheten Ô∑ļ.

Die Fidya ist obligatorisch bei:

  • Versto√ü gegen eines der Verbote des IŠł•rńĀm, zum Beispiel, das Auftragen von Parf√ľm oder das Schneiden der Haare
  • Vers√§umnis der Durchf√ľhrung einer Pflicht-Handlung der Hadsch oder der  ŅUmra, wie das √úberqueren der Miqat-Grenze ohne in den Zustand des Ihram einzutreten
  • der Unantastbarkeit des Haram-Bereichs zuwidergehandelt hat, z.B. durch das T√∂ten eines Tieres innerhalb seiner Grenzen

Sanktionen/ Was muss man tun, wenn man im Ihram-Zustand etwas verbotenes tut?
Es gibt drei Kategorien von Strafen, je nach Art der √úbertretung:

Badanah
Dies bezieht sich auf die Darbringung eines großen Opfertieres wie eines Kamels oder einer Kuh (deren Größe normalerweise sieben Teile ausmacht).
Badanah wäre in den folgenden zwei Situationen erforderlich:

  • Vollziehen des Tawaf in einem Zustand gro√üer rituellen Unreinheit, im Zustand der Menstruation oder dem Wochenbett
  • Beischlaf zu irgendeinem Zeitpunkt zwischen Stehen auf Arafat (am 9. Dhul Hijjah) und dem Rasieren der Haare/ Tawaf al-Ziyarah (am 10. Dhul Hijjah).
2. Damm (wörtl. Blut)
Damit ist gemeint, dass man ein kleines Opfertier wie ein Schaf oder eine Ziege opfert (oder ein Siebtel eines großen Tieres, wenn man es teilt).
Es gibt eine Reihe von Ma√ünahmen, die eine solche S√ľhneleistung erforderlich machen:

  • √úbetreten der Miqat-Grenzen, ohne in den Ihram-Zustand eingetreten zu sein
  • Auftragen von Duftstoffen oder Parf√ľm auf den K√∂rper oder die Kleidung
  • Auftragen von Henna oder Kohl auf den K√∂rper
  • Das Tragen von gen√§hter/geschneiderter Kleidung, die sich der K√∂rperform anpasst, im Falle von M√§nnern, zum Beispiel das Tragen von Unterw√§sche, Hemden, Hosen und Jacken
  • Das Tragen von Schuhen, die den Kn√∂chel und den oberen Teil des Fu√ües (den Bereich der Schn√ľrsenkel) bedecken (f√ľr M√§nner)
  • Bedecken des Kopfes oder des Gesichts
  • Rasieren, Schneiden, Trimmen oder Entfernen von Haaren an irgendeinem K√∂rperteil
  • Schneiden der N√§gel der Finger oder der Zehen
  • K√ľssen, Ber√ľhren oder Umarmen einer Person des anderen Geschlechts mit Lust oder Verlangen danach
  • Beischlaf, je nachdem, wann dies geschieht, kann dies auch die Hadsch ung√ľltig machen
  • Jagd auf ein verbotenes Tier
  • Unterlassen einer verpflichtenden Handlung von Hadsch oder Umrah oder das Nichtausf√ľhren dieser Handlung in der Weise, wie sie ausgef√ľhrt werden sollte.
    (Die obige Liste ist nicht endg√ľltig.)

Sadaqa bezeichnet ein Almosen f√ľr Bed√ľrftige. Es wird empfohlen, eine solche in Form von unverderblichen Grundnahrungsmitteln wie Mehl, Weizen, Gerste, Datteln oder Rosinen zu entrichten. Je nach Versto√ü f√§llt die H√∂he der Sadaqah in drei Kategorien:

  • Vollst√§ndige Sadaqah al-Fitr: Dies entspricht etwa 3 kg Weizen, 6 kg Gerste, 6 kg Datteln oder Rosinen oder dem entsprechenden Geldwert.
  • Weniger als Sadaqah al-Fitr: Dies kann eine Handvoll Weizen oder ein √Ąquivalent sein. Zum Beispiel w√ľrde das T√∂ten einer Heuschrecke eine Handvoll Weizen als Sadaqah erfordern.
  • Sadaqah in H√∂he des Wertes: Wenn man beispielsweise einem Tier Schaden zuf√ľgt oder B√§ume innerhalb der Grenzen des Haram-Bereichs f√§llt, ist eine Sadaqah in H√∂he des Wertes des verursachten Schadens zu zahlen. Der f√§llige Betrag sollte von zwei muslimischen M√§nnern beurteilt werden, die in dem Gebiet ans√§ssig und von aufrechtem Charakter sind.
Es gibt eine Reihe von Handlungen, die die Sadaqah erforderlich machen:
  • Auftragen kleiner Mengen von Duftstoffen auf den K√∂rper / die Kleidung oder Auftragen von Duftstoffen auf kleine Teile des K√∂rpers / der Kleidung
  • Tragen von gen√§hter Kleidung oder verbotenem Schuhwerk f√ľr eine kurze Zeit
  • Bedecken eines kleinen Teils des Kopfes oder des Gesichts
  • Rasieren, Schneiden, Trimmen oder Entfernen kleiner Mengen von Haaren am K√∂rper
  • Ein paar N√§gel an H√§nden oder F√ľ√üen schneiden
  • Nicht vollst√§ndige oder ordnungsgem√§√üe Ausf√ľhrung der obligatorischen Handlungen von Hadsch oder Umrah, wenn zum Beispiel eine Runde Sa'i ausgelassen wird oder Sa'i ohne triftigen Grund mit einem Rollstuhl durchgef√ľhrt wird, muss Sadaqah gezahlt werden.
  • Schaden eines Tieres
  • T√∂ten von L√§usen oder Heuschrecken
  • Das Schneiden von B√§umen oder Gras innerhalb der Grenzen des Haram-Bereichs
    (Die obige Liste ist nicht endg√ľltig.)

G√ľltige Entschuldigungen:
Eine Person, die sich im Ihram befindet, kann aufgrund einer g√ľltigen Entschuldigung gezwungen sein, eine Handlung zu begehen, die eine bestimmte S√ľhneleistung erforderlich macht. G√ľltige Entschuldigungen sind unter anderem, aber nicht ausschlie√ülich, Krankheiten oder extreme Umweltbedingungen. Generell gilt alles, was eine echte H√§rte f√ľr den Muhrim darstellt, als Entschuldigung. Wenn der Muhrim aus einem triftigen Grund ein gen√§htes Kleidungsst√ľck tr√§gt, eine duftende Substanz verwendet, die Haare schneidet oder trimmt, die N√§gel schneidet oder den Kopf oder das Gesicht bedeckt, hat der Betroffene drei Wahlm√∂glichkeiten:
  • Opfern eines kleines Tieres (Damm)
  • Fasten f√ľr drei Tage, zu einem geeigneten Zeitpunkt und an einem geeigneten Ort
  • die Abgabe von Sadaqah al-Fitr an sechs Bed√ľrftige
Die Begehung einer Handlung aufgrund von Irrtum, Vergesslichkeit, Unbewusstheit oder Armut gilt nicht als Entschuldigung.
Fidyah Regeln und Vorschriften: 
  1. Fidyah darf nicht absichtlich verwendet werden, um einen obligatorischen Ritus der Hadsch zu ersetzen.
  2. Die Strafe muss nicht sofort gezahlt, sollte jedoch schnellstmöglich erledigt werden.
  3. Sie muss vor dem Tod erf√ľllt werden.
  4. Es muss nicht in den Tashreeq-Tagen von Tashreeq (zwischen dem 10. und 12. Dhul Hijjah) geschehen, wenn man die Hadsch verrichtet.
  5. Das Tieropfer muss innerhalb der Grenzen des Haram erbracht werden.
  6. Das Tier muss das richtige Alter haben und frei von körperlichen Mängeln sein.
  7. Gutscheine f√ľr Damm und Sadaqah k√∂nnen in Kiosken rund um den Haram auf die gleiche Weise wie Gutscheine f√ľr Hady erworben werden.
  8. Eine andere Person die Fidyah f√ľr einen zahlen, wenn man dazu die die Zustimmung gegeben hat.
  9. Das Fleisch muss Bed√ľrftigen verteilt werden. Mann kann das Fleisch nicht selbst essen, noch sollte es an Wohlhabende verteilt werden.

Häufig gestellte Fragen zum Ihram Zustand - FAQ

Wie lange dauert der Ihram Zustand?

Der Ihram Zustand dauert w√§hrend der Hadsch in der Regel mehrere Tage bis zum Abschluss der Hadsch Rituale. Der Ihram ist ein heiliger Zustand, in dem sich die Pilger w√§hrend der Hadsch und auch w√§hrend der Umrah befinden. Er beginnt mit der Absicht (Niyyah) und bestimmten Riten, die vor dem Eintritt der Miqat Grenze von Mekka durchgef√ľhrt werden.
Die Dauer des Ihram Zustands kann je nach den geplanten Hadsch Ritualen variieren. W√§hrend der Ihram Zustand f√ľr die Umrah in der Regel nur einige Stunden oder einen Tag dauert, erstreckt sich der Ihram w√§hrend der Hadsch normalerweise √ľber mehrere Tage.¬†

Am H√∂hepunkt der Hadsch dem Tag von Arafat, endet der Ihram Zustand mit dem Beginn des 10. Tages des Dhul-Hijjah. Die Pilger treten aus dem Ihram Zustand, indem sie bestimmte Riten durchf√ľhren, wie das Schneiden der Haare und das Wechseln der Kleidung.

Wann zieht man den Ihram an?

Der Ihram ist ein heiliger Zustand, den Muslime vor dem Eintritt in die Miqat Grenze von Mekka f√ľr die Hadsch- oder Umrah-Pilgerfahrt anziehen. Das Anlegen des Ihram markiert den Beginn der Pilgerreise und ist ein wichtiger ritueller Schritt.

Der Ihram besteht aus einfachen wei√üen, ungen√§hten Kleidungsst√ľcken, die f√ľr M√§nner aus zwei T√ľchern bestehen, und f√ľr Frauen aus locker sitzenden Gew√§ndern und einem Kopftuch.

Muss man unter dem Ihram etwas tragen?

Nein, den m√§nnlichen Pilgern ist es nicht erlaubt, gen√§hte Kleidungsst√ľcke w√§hrend des Ihram Zustands zu tragen. Man kann den Ihram durch einen zus√§tzlichen G√ľrtel unterst√ľtzen.
Info
al-IŠł•rńĀm und seine Bedeutung

Was ist der Ihram?

Info
Was ist die Talbiya und wann wird sie gesprochen?

Talbiya

Info
Die richtige Zeit und der richtige Ort f√ľr den IŠł•ram-Zustand

Wann tritt man in den Ihram ein?

Info
Die Absicht f√ľr den IŠł•rńĀm

Wie tritt man in den Ihram ein?

Info
Bedingungen des IŠł•rńĀm, zul√§ssige und verbotene Handlungen

Welche Handlungen sind im Ihram erlaubt/ verboten?


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